Die Herstellung durch Druckguss ist eine Neuheit im Hufbeschlagbereich. Bei diesem Verfahren wird die erhitzte (flüssige) Aluminiumlegierung unter hohem Druck in eine Stahlform gespritzt. Durch den hohen Druck passt sich die Legierung perfekt an die Höhlung der Gussform an. Das Hufeisen ist recyclebar und setzt sich aus Aluminium, Magnesium und Titan zusammen.
Alles geht vom Computer aus
Die Pferdeschuhe der Firma Oliveri Piero-Sistemi Alternativi hätten nie ohne hochmodernste Technologien, sowohl für das Projekt als auch für die Fertigung realisiert werden können.
Der Computer ist für alle Herstellungsphasen entscheidend. Zur Realisierung des Prototyps wurden die hinteren Fußabdrücke von 500 Pferden eingespeichert um ein Hufeisenbild zu erhalten, das sich auf alle Hufe anpassen kann indem man die Seiten entweder verkürzt oder verlängert.
Um dieses Bild von zwei auf dreidimensional zu bringen wurde ein spezieller Scanner benutzt.
Mit all diesen Daten hat der Computer dann das Programm zur Realisierung des Gussform erarbeitet.
Die Herstellung erfolgt völlig automatisch. Ein Roboter stoppt die Fabrikation sobald ein Parameter auch nur ein wenig von den vorgegebenen Parametern abweicht. Je ein Stück pro 90 wird abgenommen und genauestens analysiert auf eventuelle Risse oder Porositäten.
Ein Code der jeder Parzelle zugesprochen wird, erlaubt es im Falle der Notwendigkeit, den gesamten Produktionsprozess von Anfang bis Ende nachzuvollziehen.
Sie sind leicht wie Federn
Ein Set dieser "Schuhe " aus Leichtlegierung wiegt etwas weniger als ein Kilo, d.h. 50% weniger als die traditionellen Eisen.
Bei jedem Schritt erspart das Pferd die Energie die nötig wäre um 500 gr. zu heben. Am Ende eines Langstreckenparcours ist die Energieeinsparung des Pferdes enorm. Man hat errechnet dass bei einer Distanz von 60 km die Energieeinsparung etwa 30 T. weniger Hebung entspricht. Die Wahl zwischen Leichtlegierung und Eisen wird determinierend.
Die Legierung ist wiederstandsfähiger
Schon immer wussten die Hufschmiede um die Anhaftungsüberlegenheit von Aluminium auf allen Untergründen inklusive nasser Asphalt, "aber eine zu große Anhaftung ergibt auch Nachteile" , erklärt Herr Luciano die Francesco, Experte in Hyppo-Podologie und nationaler technischer Delegierter der italienischen ANTE, "lange Strecken sind für die Gelenke sehr mühsam und außerdem reiben sich die Beinknochen gegeneinander und bewirken große Schäden für das Pferd"
Aus diesem Grund sind hierfür alle Arten von Stollen nicht zu empfehlen. Im Gegenteil dazu zeigen die "Schuhe" von P. Olivieri bei den laufenden Experimenten eine ideale Bodenhaftung an: größer als bei Eisen und weniger als bei Aluminium. Außerdem sind die "Schuhe" von einer Dicke von 13 mm, also leicht stärker als die normalen. Dadurch wird vermieden, dass durch die Abnutzung die Nägel die Hufeisen überschreiten und deswegen die Pferde die Anhaftung auf den Boden verlieren. Dies gilt vor allem für hart Untergründe. |