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STATIC BALANCE


Static-balance: Hufflächenmesser

GRUNDREGEL:
Der Huf ist zur Fessel in jeder Beziehung im entlasteten Zustand passend zu machen!

ZIEL....
ist es, den Huf ab Fohlenalter ständig in der richtigen anatomischen Form zu erhalten, um die physiologische Funktion sicherzustellen.

Der Hufflächenmesser "STATIC-BALANCE"

Ein Messgerät zum Überprüfen der Hufbalance bei Pferden abgekürzt: "S-B"

Der "S-B" ermöglicht es auf einfache Weise die Hufe eines Pferdes im waagrecht angehobenen entlasteten Zustand, bei mittigen Gelenken, durch Flächenvergleich der Hufbodenfläche (Tragerand) mit dem Bodenflächenbrett des "S-B" auf Laterale Ausbalanciertheit, objektiv und störfaktorfrei, zu überprüfen.

Die korrekte Belastung der Sehne wird hiermit auch überprüft, und somit kann die Mediale Ausbalanciertheit (Fesselstandslinien bezogene) durch kontrollierte Korrekturen am Huf optimal und gefahrlos durchgeführt werden.
Die Hufe können dann so bearbeitet werden, dass sie sich in der Belastungsphase im Gang des Pferdes optimal im "statischen Gleichgewicht" befinden.
Die zur Zeit praktizierte fesselstandsbezogene Beurteilung und Bearbeitung der Hufe wird über den mit Störfaktoren behafteten Umweg des "stehenden" Pferdes, also des belasteten Pferdefußes vorgenommen.
Störfaktoren können u.a. sein:

Verformte bzw. umgeformte Hufe
Achsenbrechungen (angeboren oder erworben)
Achsenbrechung durch schiefbearbeitete Hufe (Rotation - bzw. Traversial)
Unregelmäßige Gliedmassenstellungen
Boden- und Beleuchtungsverhältnisse
Subjektiv nicht kompetentes Augenmaß
Sorgloser Umgang mit Raspel und Haumesser


Das bedeutet, die gewichtsbelasteten Beine des Pferdes werden (subjektiv) auf Achsenbrechungen bzw. Abweichungen von "gedachten" Fesselstandlinien unter Beachtung von ästhetischer Gliedmassenstellung im "Stand" beurteilt. Anschließend werden die Hufe entsprechend bearbeitet. Oft wird hierbei der Versuch unternommen, die Stellung der Gliedmassen und der Hufe "regelmäßiger" durch Kippen der Hufe in die entsprechende Richtung auf Kosten der Hufbalance zu schönen, so dass das Grundziel der Hufbearbeitung : "Die Herstellung und ständige Erhaltung des Passens des Hufes zum Fesselstand" und damit die gleichmäßige Verteilung der Kräfte auf den Huf in der Belastungsphase im Gang meist nicht erreicht wird.

Durch die Messung im aufgehobenen entlasteten Zustand unter Beachtung der anerkannten Fesselstandsregel wird mit dem "S-B" erreicht, dass die Ausbalanciertheit der Hufe objektiv störfaktor- und zweifelsfrei unter Ausschaltung von Mutmaßungen im geschützten (beschlagenen) oder im ungeschützten Zustand unverzüglich festgestellt werden kann.

Bei Pferden deren Hufe Verformungen oder Umformungen anzeigen, oft verbunden mit Veränderungen an Sehnen, Bändern, Knorpel, Gelenken, Hufbeinen (Längungen, Kürzungen, Senkungen usw.) zeigen die frei hängenden Hufe im Flächenvergleich mit dem "S-B" nur die jeweils mögliche Bearbeitungskorrektur an; d.h. ein Überkippen der Hufe unter Schädigung der anatomischen Struktur bzw. der physiologischen Funktion der Gliedmasse ist nicht möglich, insbesondere bei der kontinuierlichen Korrektur von älteren Pferden über längere Zeiträume (Steil-, Flach-, Krummhufe). Unter Anwendung des "S-B" wurden optimal anatomisch regelmäßig geformte und physiologisch funktionierende Hufe erreicht.

Eine gesunde weiße Linie erscheint wieder von Eckstrebe zu Eckstrebe. Die Hufwand wird wieder gleichmäßig breit und gesund. Der Tragrand kann somit wieder seiner Funktion gerecht werden ohne auszubrechen. Der Huf wird korrekt durchblutet und wächst gleichmäßig. Es ist der anatomische Beweis, dass der Huf korrekt bearbeitet wurde.

Krankheitssymptome, deren Ursprung sich aus längerer Zeit nicht ausbalancierten, schmerzhaften Hufen ableiten lassen, verschwanden oft sofort bzw. nach wenigen Korrekturen.

Der "S-B" kann zur Überprüfung bzw. Bearbeitung der Hufe durch Züchter, Pferdebesitzer, Tierärzte, Hufbearbeiter und Hufschützer eingesetzt werden, denen die Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Pferdehufes und der Gliedmassen bekannt sind und sich im Rahmen eines eintägigen Seminars mit den Grundlagen, dem Verfahren und der Handhabung des "S-B" vertraut gemacht haben.

Eine breite Anwendung des "S-B" bei Pferden insbesondere bei Fohlen können die zur Zeit schlechte Hufgesundheit der Pferdebestände wesentlich verbessern.

Dem Pferd, das keinen Schmerzlaut kennt, wäre somit im Sinne des Tierschutzes sehr geholfen.

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